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06.07.2006; 17:58 Uhr
Filmförderung: Neues Anreizmodell findet Anklang
Klarheit über Vergabekriterien und Einbeziehung privaten Kapitals werden eingefordert

Auf ein überwiegend positives Echo ist das gestern von der Bundesregierung vorgestellte Anreizmodell zur Filmförderung gestoßen (siehe eigene Meldung vom 5.7.2006). Georgia Tornow, Geschäftsführerin der Lobby-Vereinigung führender Film- und Fernsehproduzenten film20, zeigte sich insbesondere davon angetan, dass mit den jährlich 60 Mio. EUR das ursprünglich angestrebte Volumen verdoppelt worden sei. Zugleich mahnte sie an, dass das neue Modell auch in den angekündigten Vergabekriterien und Ausführungsbestimmungen auf Rechtssicherheit und Nachhaltigkeit ausgerichtet werden müsse: »Alle Details der neuen Regelung müssen jetzt möglichst schnell auf den Tisch.« Der Geschäftsführer der GFP Medienfonds und Promedium GmbH, David Groenewold, bezeichnete das Anreizmodell als einen durchaus gangbaren Weg, jedoch sollte »bei der weiteren Entwicklung darauf Wert gelegt werden, dass auch ausgewählte TV-Produktionen in den Genuss der Subvention kommen«. Einer Meldung der »filmecho/filmwoche« vom 6.7.2006 zufolge bemängelte er aber, dass durch das vorgelegte Modell keine Einbeziehung von Privatkapital efolge, was seiner Ansicht nach vorteilhafter sei. Dem schloss sich Robert Straßer, Vorstand des BundesverbandPrivatKapital an und hofft, dass ein solches »Impulsmodell«, das dem deutschen Film eine echte internationale Wettbewerbsfähigkeit verschaffen könne, von der Bundesregierung weiterhin im Auge behalten werde. Denn mit der Begrenzung der Mittel auf 60 Mio. EUR pro Jahr liege Deutschland hinter dem Volumen von Großbritannien.

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